Luft- und Raumfahrt

Dornier 328 (bis heute)

Als die Dornier Jets in den 90er Jahren zum ersten Mal Luft unter den Tragflächen hatten, waren sie nach modernster Technik konzipiert. Der Dornier 328 war als Propellermaschine für den Personentransport auf Kurzstrecken gedacht. Komfort und hohe Leistungen im Steigflug oder der Geschwindgkeit sollten sich dabei nicht ausschließen. CarboFibretec leistete durch den Bau verschiedener Teile, wie etwa dem Tankstutzen oder einem Steinschlagschutz einen wichtigen Beitrag zur neuartigen Technologie des Business Jets, denn es wurden mit Glasfasern und Carbonverbundteilen hochwertige Materialien verbaut. 2008 verließ der letzte Dornier seine Produktionsstätte in Oberpfaffenhofen. Bis heute sind noch 114 Jets in Betrieb, für die CarboFibretec auch weiterhin wertvolle Ersatzteile liefert.

Industrie

Rietberg Museum (2013)

Im September 2013 widmete das Dornier Museum in Friedrichshafen der Carbonfaser eine eigene Ausstellung. Diese spannte den Bogen von der Historie über Herstellungsverfahren und Anwendungsmöglichkeiten bis hin zu den Zukunftspotentialen des Werkstoffes. CarboFibretec fertigte ultraleichte Fachwerkträger aus kohlefaserverstärktem Kunststoff in Sandwichbauweise für den jährlich erneut aufgebauten Sommerpavillon des Museum.

Sportgeräte

BMW Guggenheim LAB (2011-2012)

Das BMW Guggenheim LAB, hatte zum Ziel, neue Ideen zu den Chancen und Herausforderungen urbanen Lebens zu entwickeln. Dafür reiste das Projekt quasi einmal um die Welt. Die CarboFibretec GmbH bekam im März 2011 den Auftrag das Tragegerüst für das BMW Guggenheim LAB innerhalb von nur zwei Monaten zu bauen. Das schwebend aufgehängte Dach überspannte eine Fläche von 250 Quadratmetern. Durch den Einsatz von Kohlefaser konnte ein sehr geringes Gewicht bei gleichzeitig exzellenter Festigkeit erreicht werden. Das eingesparte Gewicht vereinfachte Transport und Montage um ein Vielfaches.

Smart Wheel (2014)

Zu hohe Bremslasten können für eine Fahrradfelge genauso schädlich sein, wie ein zu hoher oder zu geringer Luftdruck. Gemeinsam mit mehreren Projektpartnern entwickelte CarboFibretec eine Felge mit integriertem Chip und eine App, die diese Daten bequem und zeitgleich auf dem Handy anzeigen kann. Dank eines hohen Bildkontrastes und einer reduzierten Anzeige konzentriert sich die App auf das Wesentliche, ist leicht zu bedienen und schnell zu erfassen. Das System warnt etwa vor niedrigem Reifendruck während der Fahrt und sorgt damit für eine erhöhte Sicherheit auf der Straße. Ein Durchschlag, der insbesondere bei einer Drahtreifenfelge zu Beschädigungen führen kann, wird dadurch verhindert. Die Messung der Bremstemperatur vorn und hinten warnt vor einer Überlastung des Materials. Damit wird nicht nur die Felgenstruktur geschützt, der Fahrer lernt ein besseres Bremsverhalten und erhält damit den Wert seiner Felgen. Durch die Temperaturregelung wird nicht nur die Felge geschützt, sondern auch der Fahrer: Ein plötzliches Platzen des Reifens oder ein Versagen der Felge durch Überhitzung wird rechtzeitig erkannt. Die App ist auch über ihre Grundfunktion hinaus vielseitig einsetzbar und kann etwa um ein Navigationssystem erweitert werden. Ein Betriebsstundenzähler gibt darüber hinaus die Wartungsintervalle für die Laufräder an. „Smart Wheel“ eignet sich dank seiner Vielseitigkeit also nicht nur für Profisportler, sondern auch für Freizeitfahrer.

Sonstiges

InEco (2016)

Leicht, umweltfreundlich, sicher und bezahlbar. Diese Eigenschaften, vereint in einem einzigen Elektro-Auto? Gemeinsam mit mehreren Projektpartnern kombinierten die Ingenieure von CarboFibretec all diese Vorzüge und kreierten mit InEco einen Prototypen für die Zukunft.

Es fährt voll elektrisch und ist besonders für Pendler und Kurzstreckenfahrer geeignet. Eine Besonderheit des InEco ist seine Stahl-CFK Bauweise. Die hohe Verformbarkeit von Stählen wurde mit dem hohen Energieaufnahmevermögen von CFK kombiniert, wodurch extrem leichte und crashsichere Bauteillösungen entstehen. Durch den konsequenten Leichtbau konnte das Gewicht des InEco nun inklusive der Akkus auf weniger als 900 Kilogramm gesenkt werden. Daneben  wurde bei der Entwicklung konsequent auf eine einfache Möglichkeit zur Serienfertigung der Bauteile geachtet, dadurch konnte eine bisher selten erreichte Kosteneinsparung bei der CFK-Bauweise realisiert werden.